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Konecranes erneuerte Hubwerk an Roheisenchargier-
Kran für ArcelorMittal Bremen in nur 72 Stunden

Mit dem Wechsel von Maschinen-Komponenten erhält der Kran im Stahlwerk wieder maximale Betriebssicherheit

Die ArcelorMittal Bremen GmbH produziert in ihrem Werk rund um die Uhr Stahl. Nur bei speziellen Anlässen gibt es Unterbrechungen, wie beim kompletten Wechsel eines Hubgetriebes am Roheisenchargier-Kran. Konecranes tauschte eines der beiden Hubgetriebe des 420-Tonnen-Hubwerkes aus und wechselte bei der 80-Tonnen-Laufkatze alle Maschinen-Komponenten sowie die Kabel in feuerfester Ausführung – in nur 72 Stunden.


Laufkatze aufgebockt: Die 38 Tonnen schwere Laufkatze des Roheisenchargier-Krans wurde mit einem Mobilkran aus dem Bremer Stahlwerk von ArcelorMittal gehoben und anschließend von Konecranes Spezialisten modernisiert. Foto: ArcelorMittal

Konecranes, einer der Marktführer für Kran- und Hebetechnik, ist seit mehr als vier Jahren mit der Instandsetzung und Modernisierung verschiedener Krane im Stahlwerk von ArcelorMittal Bremen beauftragt. ArcelorMittal ist der weltgrößte Stahlkonzern mit einer jährlichen Roheisenproduktion von 90,6 Millionen Tonnen. In Bremen werden pro Jahr bis zu 3,5 Millionen Tonnen Stahl produziert. Ende 2010 wechselte Konecranes das Hubgetriebe des Roheisenchargier-Krans, der im Stahlwerk auf einer 26 Meter hohen Kranbahn mit weiteren Kranen fährt und das flüssige Eisen in der Roheisenpfanne aus dem Ofen in den Konverter chargiert, wo es zu Stahl umgewandelt wird. Konecranes hat eines der beiden Hubgetriebe des 420-Tonnen-Hubwerkes ausgetauscht und alle Maschinenteile der 80-Tonnen-Laufkatze gewechselt sowie feuerfeste Kabel verlegt.

Zwei Projekte parallel: Ein Mobilkran trägt in 45 Meter Höhe nacheinander Laufkatze und Hubgetriebe

Mehrere Monate plante Konecranes intensiv die Umsetzung des Kranumbaus. Die Vorgabe: Nach einer Produktionsunterbrechung von maximal 72 Stunden sollte der Kran wieder einsatzfähig sein. „Um die Zeit einzuhalten, haben wir den Ausbau der 80-Tonnen-Laufkatze für den Wechsel der Maschinenteile sowie den Austausch eines der beiden Hubgetriebe vom 420-Tonnen-Hubwerk parallel vorgenommen“, erläutert Reiner Thamm, Supervisor bei Konecranes in Bremen. „Dafür hatten wir einen Mobilkran mit einer Tragkraft von 500 Tonnen und einer Hubhöhe von 50 Metern im Doppeleinsatz, um abwechselnd Laufkatze und Hubgetriebe für die Montage- und Demontage zu transportieren.“


Seiltrommel der besonderen Größe: Eine gut vier Meter lange Seiltrommel des Roheisenchargier-Krans wurde in Teilen ebenfalls aus dem Stahlwerk gehoben und modernisiert.
Foto: ArcelorMittal


Laufkatze fliegt: Konecranes Spezialisten transportierten die 38 Tonnen schwere Laufkatze mit einem Mobilkran in 45 Meter Höhe über das Werksdach hinaus und nach der Modernisierung wieder in das Stahlwerk hinein.
Foto: ArcelorMittal

Wechsel der Maschinen-Komponenten an der Laufkatze mit zusätzlichem Mobilkran realisiert

Konecranes Spezialisten befestigten die 38 Tonnen schwere Laufkatze an dem vor dem Werk stehenden Mobilkran mit einer Ausladung von 30 Metern. An vier Aufhängepunkten schwebte sie in 45 Metern Höhe über das Werksdach auf den Montageplatz, wo alle Maschinenteile wie Motoren, Getriebe, Bremsen, Laufräder, Seilrollen mittels eines zusätzlichen Mobilkrans gewechselt und neue feuerfeste Kabel verlegt wurden. Parallel dazu startete Konecranes mit dem Ausbau des Hubgetriebes vom 420-Tonnen-Hubwerk. Der Mobilkran hob die Abtriebsstufe und die Seiltrommel mit einem Gesamtgewicht von 28 Tonnen über das Dach auf den Montageplatz. Das Hubwerk erhielt eine komplett neue Antriebsstufe, die Konecranes mit der alten Trommel zusammensetzte. Es folgten Reinigung, Vorbereitungsarbeiten und umfangreiche Vermessungen insbesondere des Getriebefundaments für die abschließende Montage.


Seiltrommel fliegt ebenfalls: Auch die besonders große Seiltrommel flog in 45 Meter Höhe dank eines Mobilkrans aus dem Stahlwerk hinaus, um die Modernisierung am Montageplatz zu ermöglichen – und anschließend wieder hinein. Foto: ArcelorMittal

Nach Inbetriebnahme und Probelauf übergab Konecranes in Bremen den Roheisenchargier-Kran bereits nach 68 Stunden, so dass ArcelorMittal Bremen die Stahlproduktion planmäßig wieder aufnehmen konnte.

Modernisierung des Roheisenchargier-Krans im Detail
Größe: 24 Meter (Spannweite) x 20 Meter breit x 10 Meter hoch
Tragfähigkeit: 420/80 Tonnen
Leistung/Tag: 10.000 Tonnen Stahl
Ausbau der Laufkatze des Krans
Größe: 6 Meter x 4 Meter breit x 3 Meter hoch
Gewicht: 38 Tonnen
Tragfähigkeit: 80 Tonnen
Modernisierung: Motoren, Getriebe, Bremsen, Laufräder, Seilrollen, Seilführungsrollen ausgetauscht
Technik für Ausbau und Modernisierung: Mobilkran mit einer Ausladung von 30 Metern, einer Hubhöhe von 50 Metern und einer Tragfähigkeit von 500 Tonnen; Mobilkran für Lasten bis 60 Tonnen
Austausch eines der beiden Hubgetriebe vom 420 Tonnen-Hubwerk
Gewicht: 28 Tonnen (Getriebeendstufe mit Seiltrommel)
Modernisierung: Austausch Trommelgetriebe
Technik für Austausch: Mobilkran mit einer Ausladung von 30 Metern, einer Hubhöhe von 50 Metern und einer Tragfähigkeit von 500 Tonnen

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